Vom 21. Januar bis 4. Februar 2026
P. Benjamin begleitet Reisegruppe in seine Heimat
22.03.2026
Am Mittwoch den 21. Januar 2026 machte sich eine Reisegruppe, bestehend aus 38 Personen aus der Pfarreiengemeinschaft Aschberg, zusammen mit Pater Benjamin auf zu einer 15 -tägigen Reise nach Indien. Donnerstag, den 22.01.2026 um 09.00 Uhr Ortszeit (4 1/2 Stunden Zeitverschiebung) angekommen im Flughafen Delhi, erwartete uns unser Reiseführer Gaurav , der uns die ganzen 14 Tage begleitete. Begrüßt wurden wir mit „Namaste“ und nach indischem Brauch wurden uns wunderschöne, bunte Blumenketten um den Hals gehängt. Im Anschluss ging es gleich los mit Fahrt im Bus durch das Verkehrschaos Delhi zu den ersten Sehenswürdigkeiten. Wir besichtigten den Qutb Minar , einen freistehenden Sieges – und Wachturm/ Minarett. Bei sonnigem Wetter folgte im Anschluss der Besuch des sog. Lotustempels (siehe Foto) , der wohl beeindruckendste und bekannteste Tempel des Bahaitum, von 27 Blütenblättern aus Marmor umgeben. Dann folgte das Einchecken in unser erstes Hotel in Delhi, das Radisson Blu, Towers Kaushambi . Am Freitag den 23.01.2026 starteten wir mitten zur Rushhour durch Delhi zur Besichtigung weiterer Baudenkmäler wie dem Gurudwara Bangla Sahib (das größte Sikh Heiligtum in Delhi). Barfuß und mit Kopfbedeckung betraten wir diese besondere Tempelanlage. Leichter Regen machte das Ganze zu einer kleinen Rutschpartie. Es folgte die Gedenkstätte „ Raj Ghat“ für Mahatma Gandhi , der noch heute als Vater der Nation tiefe Verehrung genießt . Zuletzt stand der Akshardham Tempel,ein prächtiger Hindutempel am Ufer des Yamuna , der 2005 nach nur 5-jähriger Bauzeit eingeweiht wurde, auf dem Programm. Diese Tempelanlage gilt als weltweit größtes hinduistisches Baudenkmal. Mit vielen Eindrücken bepackt, endete die Tour durch Delhi mit Rückkehr am Abend in unser Hotel. Am Samstag den 24. Januar 2026 verließen wir Delhi, die Landeshauptstadt, und fuhren mit unserem Bus Richtung Agra (= 230 km ) , eine 1,7 Millionen Stadt im Westen des Bundesstaats Uttar Pradesh . Man muss sagen, dass man in Indien für eine derartige Strecke bis zu 4 Stunden einplanen muss. Hier kam es dann zu einem ersten Höhepunkt der Nordindienreise , nämlich dem Besuch des legendären Taj Mahal (siehe Foto) . Ein wahrlich monumentaler Bau aus weißem Marmor, errichtet durch Shah Jahan zum Gedenken an seine geliebte Frau Mumtaz Mahal und perfekte Fotokulisse. Von dort ging es dann weiter zum Fort Agra, eine Festungs- und Palastanlage aus der Epoche der Mogulkaiser , welche im 16. und 17. Jahrhundert als Residenz diente. Unser Bus brachte uns dann zu unserem Hotel , dem Grand Mercure in Agra. Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel folgte der Besuch einer Kalakriti Show. Hier wurde in einer 90 minütigen Live- Show von Künstlern , die Liebesgeschichte von Mumtaz Mahal und Shah Jahan nachgespielt. Wir erlebten sozusagen Bollywood pur. Sonntagmorgen , den 25.01.2026 , reisten wir von Agra mit dem Bus Richtung Jaipur , der pulsierenden Hauptstadt von Rajastan ( 230 km). Auf dem Weg dorthin führte uns ein Abstecher zu einem typischen Rajasthani- Dorf (Abhaneri ). Hier erlebten wir eine farbenfrohe Pilger- Prozession von hinduistischen Gläubigen, die nach unserem Verständnis, eher einem Faschingsumzug glich. Wir konnten hier wieder ein ganz besonderes Bauwerk bestaunen, den Chand Baori , einen der größten und tiefsten Stufenbrunnen auf der ganzen Welt. Unser Hotel in Jaipur, das Indana Palace , empfing uns wieder sehr freundlich nach den uns nunmehr schon bekannten Riten (Blumengirlande usw. ).Am Montag den 26.01.2026 startete die Stadtrundfahrt durch Jaipur ( 3 Millionen Einwohner ). Jaipur ist berühmt für ihre Forts und Paläste und wegen ihrer rosa geprägten Gebäude in der Altstadt wird sie auch „Pink City“ genannt. Das erste Highlight der Besichtigungstour durch Jaipur war das Fort Amber. Die Palast- und Festungsanlage liegt spektakulär, auf einem steilen Berghang oberhalb eines kleinen Sees und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Unsere Anfahrt erfolgte mit Umstieg in Jeeps, die uns auf die Anhöhe brachten. Bei bestem Wetter konnten wir an dieser Kulisse vielen indischen jungen Paaren begegnen, die diesen Ort nach den Aussagen unseres Reiseführers für Verlobungsshootings wählen. Weiter auf dem Programm stand ein kurzer Fotostopp am Hawa Mahal (Palast der Winde) – das Wahrzeichen von Jaipur. Dann wurde es sehr interessant. Es warteten in der Innenstadt Rischkas mit Fahrer, die uns durch die menschenüberfüllten Marktstraßen in der Innenstadt Jaipurs führten. Wir waren live dabei im Verkehrschaos Jaipurs. Ein sehr interessanter Tag in der indischen Metropole Jaipur ging zu Ende und wir steuerten nochmals unser Hotel Indana Palace an, bevor es am nächsten Morgen zum Flughafen Jaipur gehen sollte mit Weiterflug nach Goa. Am späten Nachmittag checkten wir bei traumhaften sommerlichen Temperaturen in unserem wunderschönen Strandhotel Mayfair Morjim/Goa am arabischen Meer ein. Der nächste Tag, Mittwoch der 28.01.2026, stand komplett unter dem Motto „Entspannung pur“. Donnerstag,der 29.01.2026, startete nach dem Frühstück mit der Besichtigung der Kirche St. Francis Xavier ( Basilica do Bom Jesus ) , benannt nach dem zweiten Apostel Indiens. In dieser Basilika werden die Reliquien des hl. Franz Xaver aufbewahrt. Auf der Fahrt mit dem Bus dorthin, lernten wir Schwester Swarna, eine Studienkollegin von Pater Benjamin, die in Goa unterrichtet, kennen. Um 21.05 Uhr brachen wir auf zu unserem nächsten Inlandsflug von Goa nach Cochin/Kerala. Zu später Stunde gut in Cochin gelandet, checkten wir um ca. 23.00 Uhr in unserem Flughafenhotel ein. Freitag, den 30. 01.2026, stand die Sightseeingtour durch die Stadt Cochin auf dem Programm. Wir lernten den Hafen mit dem regen Betrieb der Fischerei kennen und wurden umgarnt von zahlreichen Straßenhändlern. Es folgte der Stopp zur ersten europäischen Kirche Indiens, der St. Francis- Kirche. Von dort spazierten wir durch das wunderschöne jüdische Viertel Matancherry. Wir bestaunten die jüdische Synagoge der Pardesi (= weiße Juden). Mit dem Bus ging es dann von Cochin aus nach Thekkady ( ca. 150km) . Eine atemberaubend schöne landschaftliche Busfahrt kann man hier nur sagen. Bei einem Zwischenstopp besichtigten wir die Grabstätte der heiligen Alfonsa . Die hl. Alfonsa war eine indische römisch – katholische Ordensschwester , die 1910 geboren und 1946 in Bharananganam /Kerala verstorben ist . Sie gehörte dem Klarissenorden an und wurde 2008 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen. Auf der Strecke lag auch die Pattumala Church (offiziell Our Lady of Good Health Church ) , eine bekannte römisch – katholische Wallfahrtskirche. Am frühen Abend kamen wir in Thekkady in unserem wunderschön in die Natur eingebetteten Hotel „Elephant Court“ an. So manch einer von uns bekam Besuch auf seiner Veranda von den vierbeinigen Hotelstammgästen (Affen ) , die natürlich nichts gegen essbare Gastgeschenke hatten. Nach der Begrüßung mit den Wort „Namaskaram“(wird im Süden statt „Namaste“ verwendet ) und einem traditionellem Keralaempfang (typische Tanzdarbietungen ) konnten wir den Abend bei kulinarischen indischen Köstlichkeiten ausklingen lassen und freuten uns natürlich auf all das, was uns am nächsten Tag erwarten sollte. Samstags, am 31.01.2026, starteten wir sehr früh um 06.30 Uhr mit unserem Bus in das Periyar Naturschutzgebiet. Per Boot auf dem Periyar- See unternahmen wir eine Wildlife – Safari. Wir konnten Wildschweine , Büffel sehen, insbesondere aber sehr viele Vogelarten. Im Anschluss besuchten wir einen Gewürzgarten, in dem Kardamom, Pfeffer, Nelken, Zimt, Muskat, Vanille und noch viele weitere Gewürzarten angebaut werden. Wir bekamen eine Führung und erfuhren viel Wissenswertes über Anbau und Anwendung. Auf dem weiteren Tagesprogramm stand ein Elefantenritt und eine einstündige Ayurveda- Massage. Den Abend ließen wir in unserem wunderschönen Hotel ausklingen bevor am nächsten Tag, Sonntag den 01.Februar 2026, die Fahrt nach Alleppey folgte. An der dortigen Bootsanlegestelle stiegen wir in ein Hausboot um und machten eine einzigartige Bootsfahrt durch die Backwaters von Kerala. Wegen des Kanalnetzes wird Alleppey auch Venedig des Ostens genannt. Nach dem Verlassen des Bootes brachte uns unser Bus nach Cochin zurück. Die Übernachtung fand im Taj Cochin Airport Hotel statt. Am Morgen des 02. Februars 2026 flogen wir von Cochin nach Hyderabad. Hyderabad ist die Hauptstadt des erst 2014 neu geschaffenen Bundesstaates Telangana (man spricht hier Telugu). Es ist eine Industriestadt mit weltweiter Bedeutung für die Bio- , Pharma- sowie Softwareindustrie. Angekommen in Hyderabad ging es für uns zum Charminar im Zentrum der Altstadt. Dies ist ein im Jahr 1591 von islamischen Herrschern erbautes freistehendes Siegestor. Es schloss sich danach der Besuch des Salar -Jung- Museums an, eines der größten Museen Indiens. Zuletzt hatten wir etwas Freizeit und verbrachten diese in einer Shopping Mall, um uns für den bevorstehenden Besuch in der Heimatgemeinde unseres Pater Benjamins standesgemäß mit indischem Sari oder Kurti (= kragenloses weites Hemd bei Männern) einzukleiden. Am Morgen des nächsten Tages, Dienstag den 03.02.2026, folgte dann wirklich der emotionalste Moment unserer gemeinsamen Indienreise. Die Fahrt mit dem Bus von Hyderabad nach Kadavendi, der Heimat unseres Pater Benjamins. Für die 130 km Fahrt benötigten wir 3 Stunden. In dem Ort leben hauptsächlich Bauern, angebaut werden Baumwolle, Reis, Linsen, Mais, Mango, Zitrone. Jüngere Menschen arbeiten bzw. studieren in Hyderabad manche sind vor Ort als Lehrer tätig . Um 10.30 Uhr kamen wir in dem Ort mit etwa 5000 Einwohnern, in dem etwa 40 katholische Familien leben, an und wurden so herzlich begrüßt, dass wir alle zu Tränen gerührt waren. Vom Bus aussteigend erhielten wir wunderschön dekorierte Blumengirlanden umgebunden, die an Größe bisher alles überboten haben. Auch ein Punkt auf die Stirn (sog. Bindi) sollte als Ausdruck tiefster Freude und Gastfreundschaft verstanden werden. Mit lautstarker Trommelmusik, tanzend, zogen wir zusammen mit den Bewohnern von Kadavendi zur dortigen Kirche. Pater Benjamin zelebrierte den anschließenden Gottesdienst zusammen mit dem Ortspfarrer in der Landesprache Telugu. Am Ende sangen wir „Segne Du Maria…“. Die Freude der Bewohner aus Kadavendi über ihren Pater Benjamin und auch uns gegenüber, die wir die Reise in ihr Land und ihren Ort auf uns genommen haben, war zu spüren und man kann diese Gefühl des „ Herzlich Willkommen zu sein“ gar nicht in Worte fassen , sondern man musste es erlebt haben. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde jeder einzelne von uns nochmals persönlich begrüßt mit der Geste des Umlegens eines schönen Schals als Gastgeschenk. Im Haus von Verwandten unseres Pater Benjamins (Tante) waren wir zum Essen eingeladen. Uns wurden die Eltern, Geschwister und Verwandte von Pater Benjamin vorgestellt und Konversation war auf Englisch gut möglich. Im Anschluss besuchten wir die St. John De Britto High School in Kadavendi. In sehr disziplinierter Form führten die Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen dann Tänze und akrobatische Darbietungen auf. Nach der Darbietung ging es zurück zum Familienhaus unseres Pater Benjamins. Auch hier wurden wir nochmals mit Getränken und einem Imbiss versorgt und erhielten großzügige weitere Gastgeschenke. Für uns alle, war dieser Tag, so überwältigend und einzigartig, dass man es wirklich nicht in Worte fassen kann. Am späteren Nachmittag hieß es dann für uns Abschied zu nehmen von Kadavendi und wir fuhren zurück in unser Hotel in Hyderabad. Ja und leider ist es dann so, dass auch eine noch so schöne Reise, die sicherlich mit dem Besuch in der Heimatgemeinde von Pater Benjamin den absoluten Höhepunkt erreicht hat, einfach einmal ein Ende nimmt. Und so ging es für uns am Mittwoch den 04.02.2026- im übrigen ohne Pater Benjamin - von Hyderabad zurück nach München. Unser Busfahrer erwartete uns bereits am Flughafen und brachte uns alle wohlbehalten in die Aschberggemeinden zurück.
Danke an dieser Stelle an Pater Benjamin und seine ganze Familie, danke an unseren Reiseführer Gaurav und die Organisation von IPR Internationale Pilgerreisen GmbH /München für eine einzigartige Reise, die unvergessen bleibt.
Verfasst von Gabi Lipp- Wiedemann im März 2026